DAS COMMUNITY ART CENTER TEMPLIN
Foto „Inklusive Wanderausstellung – Selbstportraits“ (2019-2020): Anja Gessenhardt
Das Community Art Center (CAC) in Templin wird seit Herbst 2025 im Duo von Anika Lachnitt und Katja Zimmermann aufgebaut: Anika Lachnitt ist Theatermacherin und -forscherin mit einem Schwerpunkt auf partizipativen und spartenübergreifenden Projekten. Katja Zimmermann verfügt über viel Erfahrung im pädagogisch-künstlerischen und interkulturellen Bereich. Träger des neuen CAC ist der Verein Haus Neudorf e.V.
Gemeinsam bringen die Initiatorinnen in der Uckermark bereits unter dem Label „Alle Guten Dinge“ Menschen mit Kunstprojekten aus Theater, Tanz, Musik, Zirkus und bildende Kunst zu gesellschaftlichen Herausforderungen in Dialog und Austausch. Im Rahmen einer geplanten Trilogie zu biografischen Rückblicken auf die DDR hatte Ende 2025 das zweite Theaterstück Premiere, in der die Nachfolgegeneration zu Wort kommt. Mehr hier.
Fotos „Ich such die DDR …“ (2025): Axel Lambrette
Die Kleinstadt Templin (Landkreis Uckermark) in Brandenburg hat nur rund 16.000 Einwoh-ner*innen, zählt aber flächenmäßig zu den größten Städten in Deutschland. Die Region ist von hoher Arbeitslosigkeit, Abwanderung und zunehmendem Rechtsruck geprägt. Künstlerische Angebote gibt es in der Stadt nur wenig und die eigentlich große Vielfalt der Bevölkerung ist im öffentlichen Raum kaum sichtbar. Das Community Art Center soll in der Innenstadt von Templin entstehen, aber auch im ländlichen Umland sind mobile künstlerische Aktivitäten geplant.
Die Vision ist ein lebendiger Raum für Dialog, künstlerischen Ausdruck und gemeinsames Engagement, gerade auch für marginalisierte Gruppen – wie Menschen mit Behinderung, queere Personen und Geflüchtete – sowie für Jugendliche. Das Community Art Center will so das gesellschaftliche Miteinander, soziale Teilhabe und demokratische Werte stärken – und ein klarer Gegenpol sein zum wachsenden Rechtsextremismus in der Region.
Foto: „Gertrud 2.0 – Rückblicke“ (2023): Frederike Bérat